Essen

Eine süße Sünde

Eiswaffel mit Karamelleis

Der Frühling ist schon lang da… Eigentlich sind wir nur ein paar Tage vor dem offiziellen Sommeranfang, aber das sommerliche Wetter fehlt noch. Also, die Eissaison – temporada de sorvete – wird langsam anfangen. Macht nichts! Eis ist lecker und ganz beliebt… nicht nur im Sommer, oder? Wer mag die süße Sünde nicht?

In Brasilien

Obwohl die Temperaturen deutlicher höher als in Nordeuropa sind, wird das Eis meistens nur im Sommer gegessen, denn für die Brasilianer ist das Eis durchaus ein typisches Sommerdessert. Circa 4 Liter Eis pro Kopf wird jährlich in Brasilien gegessen. Das ist nicht gerade viel.
1834 wurde die erste Eisladen – sorveteria – in Rio de Janeiro geöffnet. Zu dieser Zeit war es problematisch, das Eis kalt zu behalten, so musste es sofort nach der Herstellung verbraucht werden. Daher gab es den richtigen Zeitpunkt, um das Eis genießen zu können. In der Zeitung wurde die genaue Verkaufszeit bekannt gegeben.

Sorten

Die Legende besagt, dass Dom Pedro II – Kaiser von Brasilien – verrückt nach Pitangaeis war. Heutzutage sind die beliebteste Eissorten – sabores de sorvete – in Brasilien einfach anders:

Platz 1: Schokolade
Platz 2: Vanille
Platz 3: Erdbeere

Eissorten aus tropischen Früchten – pitanga (Surinamkirsche), graviola (Stachelannone), cupuaçu (Großblütiger Kakao) u.a. – findet man überall in Nord- und Nordostbrasilien. In anderen Gebieten Brasiliens sind sie noch relativ unbekannt, aber viele Speiseeishersteller versuchen diese Situation zu verändern und schaffen den Durchbruch in südlichen Regionen.

Kalte Variationen

Eis am Stiel – picolé
Wassereis – sacolé. Je nach Region wird sacolé chupe-chupe, dim-dim, geladinho oder gelinho genannt.

Infografik mit Vokabeln über Eis und Eis am Stiel auf PortugiesischÜbrigens sorvete in Portugal heißt gelado.

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